Stabile Währung: Warum der Euro die bessere D-Mark ist
Nach einer Analyse des Bundesverbands deutscher Banken lag die Inflation in Deutschland seit Einführung der Gemeinschaftswährung 1999 durchschnittlich bei gerade einmal 1,5 Prozent pro Jahr. Das ist wenig - vor allem auch im Vergleich zu den fünf D-Mark-Jahrzehnten zuvor. Von 1949 bis 1998 lag der durchschnittliche Wertverlust des Geldes beim Doppelten, also rund drei Prozent pro Jahr.
Die deutlich höhere Rate zu D-Mark-Zeiten ergibt sich unter anderem, weil die Inflation in den siebziger Jahren extrem hoch war. Aber nicht nur deshalb. Selbst zwischen 1991 und 1998 betrug die Geldentwertung in der Bundesrepublik 0,9 bis 5,6 Prozent. Im Durchschnitt waren es in den neunziger Jahren 2,5 Prozent. Bislang ist der Euro damit deutlich stabiler als die D-Mark.
Später im Artikel: “Die D-Mark erreichte ihren historischen Höchststand gegenüber dem Dollar im April 1995. Damals war eine D-Mark rund 74 US-Cent wert. Umgerechnet auf einen Euro entsprach dieser Wechselkurs gut 1,43 Dollar. Dies bedeutet: Der Euro notiert derzeit nur unwesentlich unterhalb des Allzeithochs der D-Mark.”
Ein sehr schöner und neutraler Blick auf ein Stammtischthema. Meine Überzeugung ist nach wie vor, daß der Euro als der Klebstoff des heutigen, erstarkten Europa unverzichtbar ist.