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Rabatt-Anarchie im Spiegel

Köstlich! :)

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Die Werbeaktion ist auf zwei Tage befristet. Vielleicht, damit nicht noch mehr Leute auf die Idee kommen, sie beim Wort zu nehmen. Ich jedenfalls kann auch am zweiten Tag nicht widerstehen und suche die Filiale 181 auf. Dort entdecke ich eine schicke Tischleuchte für 14,49 Euro. Leider noch zu teuer, ohne Stecker wäre es weitaus billiger. Um bloß nichts wieder falsch zu machen, wende ich mich mit der Stehtischlampe und einem Seitenschneider, der fast daneben lag, an eine Mitarbeiterin. Mitte 30, blond. “Gilt dieses Angebot noch mit 25 Prozent für alles ohne Stecker?”, will ich von ihr wissen. “Ja, aber hier ist ja ein Stecker dran, das sehen Sie ja.” Mein Vorschlag: “Ja, deswegen wollte ich den abschneiden.” Ihre Antwort gleicht einer Drohung: “Dann dreh ich Ihnen den Hals um.” “Wieso?”, will ich wissen. Sie kommt nicht mehr dazu, den Dialog mit mir fortzusetzen. Denn ich zeige ihr, dass ich es ernst meine, und trenne den Stecker der Lampe mit Hilfe des Seitenschneiders im Bruchteil einer Sekunde ab. Übung macht auch hier den Meister. Ich halte ihr den Stecker hin: “Soll ich den hierlassen?”

Via http://m.spiegel.de/wirtschaft/service/a-754593-3.html